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Gründung der EIG Eulenland Infrastruktur Genossenschaft i.G.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Genug ist genug. Der Worte sind genug gewechselt, Taten müssen folgen. Schon seit 13 Jahren bemüht sich die Bahn Initiative Koblenz-Ochtendung e.V. (BIKO e.V.) auf die Notwendigkeit der Nutzung der Bahntrasse Koblenz-Mayen hinzuweisen. Vergebens. Die Verantwortlichen leugnen, verschleppen, missachten wissenschaftliche Empfehlungen und hoffen durch Kompetenzwirrwarr zukünftig juristisch nicht belangt werden zu können. Es reicht!

Mit der erfolgreichen konstituierenden Sitzung ist die Eulenland Infrastruktur Genossenschaft, Geschäftsbereich Eulenlandbahn, (EIG) einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft gegangen. Das klare Ziel: Gründung eines Bahnunternehmens, um den Bahn-Betrieb auf der Bahntrasse Koblenz-Bassenheim zu beantragen und zu betreiben. Das Unternehmen ist bestens für das nächste Level gerüstet. Es gibt Verbindungen zu der Brexbachtalbahn mit der attraktiven Verbindung nach Montabaur und in den Westerwald. Räume und Infrastruktur im Neuwieder Güterbahnhof sind schon angemietet damit die beiden Zentren in einem Ringverkehr versorgt werden können. In einem weiteren Schritt wird die Reaktivierung und Neutrassierung der Bahn nach Ochtendung, Polch, Mayen-Ost zur Westeifelbahn angestrebt, wenn der Druck aus der Bevölkerung ein politisches Handeln notwendig macht. Dabei sieht man den Geschäftsbereich AFF (Autonom fahrende Fahrzeuge) für die „letzten Meter“ vom Haltepunkt zum Endpunkt (Büro, Wohnung, Rampe) als eine sinnvolle Dienstleistung.

Gemeinsam in die Zukunft

Das Gründungsteam bildet sich aus einer leistungsfähigen Gruppe von Fachleuten unter der Leitung von Johannes Fuck und Patrick Simmer. Man kann schon auf umfangreiche Vorarbeiten zurückgreifen. So liegt ein Wirtschaftskonzept schon seit vielen Jahren vor. Durch Crowdfunding und einer breiten Streuung der Genossenschaftsanteile wird man die finanzielle und betriebswirtschaftliche Grundlage schaffen.

Die Gründungsidee

Durch einen zehnminütig getakteten Personenverkehr werden mit jeder Zugeinheit 600 Pendler auf einer elektrifizierten Strecke in das Eurlenland befördert. Im gleichen Verhältnis wie Pendler auf den Zug umsteigen wird der MotorisierteIndividualVerkehr (MIV) abnehmen. Durch diesen leistungsfähigen Öffentlichen-Schienen-PersonenNahVerkehr, was kein Bus leisten kann, wird der Immobilienwert in den Wohngebieten Metternich, Rübenach, Bubenheim und Bassenheim und die Attraktivität der Büronutzfläche dauerhaft gesteigert. Die Anbindung an das Schienennetz Genua-Rotterdam und Seidenstraße wird die Zukunftssicherung der Investitionen der Unternehmen im „Eulenland“ – DLZ B9, Gewerbegebiet Metternich, GVZ A61, Industriegebiet A61 – sichern. Nachhaltiges Handeln, Rücksicht, Klimaschutz und Ressourcenschonung sind in Einklang zu bringen, werden zur Zeit vernachlässigt und bedürfen einer Korrektur.

Reflexion

Ökologen, Biologen und Klima-Wissenschaft warnen seit Jahren vor den ökologischen und klimatischen Folgen. Durch Wetterextreme hat man als Laie eine Vorahnung der Auswirkungen des Klimawandels. Die Klimaabkommen und die festgelegten Ziel-Grenzwerte für die Jahre 2020, 2030 und 2050, auf der Basis von 1990 sind ambitioniert. Der Grenzwert 2020 wurde bereits abgeschrieben und neue ambitioniertere Ziele zur Beruhigung gesteckt. Durch die Sondereffekte, Abbau der DDR-Industrie, waren wir europäisch gut im Rennen und durch Corona haben wir es geschafft. Begriffe wie Green Deal und verschärfen von Grenzwerten bringen nichts. Für die Grenzwerte 2030 und 2050 müssen wir Bürger aktiv handeln, von der Politik ist nichts zu erwarten.

Es gibt Überlegungen durch Beugehaft von Ministerpräsidenten und  politisch Verantwortlichen wegen Untätigkeit das Ziel zu erreichen. Ist das die Alternative?  Eine juristische Aufarbeitung der Untätigkeit und Klientelpolitik durch ein ökologisches Tribunal in Brüssel wie in „Ökozid“, ein von ARD produzierter Fernsehfilm, zu sehen, ist für unseren Lebensraum zu spät.

Erste Reaktionen

Der Landesvorsitzende Martin Mendel (Fahrgastverbandes PRO BAHN) sagte, es sei großartig, dass sich ehrenamtlich engagierte Personen zusammengeschlossen haben um die Mobilitästwende voranzubringen. Viel zu lange haben Stadt und Land den Megatrend Mobilitätswende verschlafen. Und auch heute machen sie keine Anstalten, diesen Trend zu unterstützen, so Mendel. Die neue gegründete Genossenschaft setze eine jahrzehntealte Forderung des Fahrgastverbandes PRO BAHN um.

Gemeinsam sind wir stark. Gemeinsam schaffen wir das. Interesse an weiteren Informationen? Termin für die Gründungsveranstaltung und Kontaktdaten werden noch bekanntgegeben. Anmeldung zum Newsletter: jf@f-druck.de

Johannes Fuck 1.Vorsitzender Eulenland Infrastruktur Genossenschaft – Eulenlandbahn i.G. – 29.03.2021

Ein Kommentar

  1. Rudolf Kowalski

    Und wieder einmal mehr zeigt sich, wer die waren Macher im Land sind. Nein, es sind nicht weisungsgebundene. oder abhängig Beschäftigte, die etwas bewegen möchten. Man redet vielleicht darüber, mehr nicht. Aber wirklich etwas bewegen zu wollen…? Das muß man schon selbst und ständig tun. Für manch lieben Mitmenschen mag das eine fremd erscheinende Vorstellung sein… für Selbständige hingegen ist es Alltag – ständig.
    Mal etwas riskieren, was sinnvoll erscheint, ohne Rückendeckung von Dritten. Pragmatisches Handeln wird meist überall auf der Welt bewundert, leider sehen sich die Wenigsten selbst in eine solchen Rolle. In großen Teilen ersticken wir auch häufig an unserem Bürokratismus, der in seiner Grundform durchaus sinnvoll gewesen sein mag. Allein… wir haben vergessen, wo uns der Umschalter von Bürokratismus zum Pragmatismus abhanden gekommen ist.
    Bravo Johannes Fuck, nur wenn man etwas selbst in die Hand nimmt, wird es auch durchgeführt. Ein solcher Verein ist schon lange überfällig. Vielleicht beteiligen sich auch Menschen und Menschinnen aus Politik und Wirtschaft an diesem Verein/Projekt
    Rudolf Kowalski

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