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Bürgerbegehren Radentscheid Koblenz

Unterschriftenaktion bei EDEKA-Görzen

Rheinisches Grundgesetz besagt in Artikel 1: Et is wie et is.  So könnte man die aktuelle Stadtplanung in Koblenz sehen und sich mit der Verkehrssituation abgeben.  Wir könnten uns auch die nächsten Jahre in einmütiger Übereinstimmung über unsichere Radwege und zu schmale Gehwege austauschen. Koblenz hat einen VerkehrsEntwicklungsPlan 2030 (VEP 2030) erstellt, hat einen Fahrradbeauftragenten, den Klimanotstand ausgerufen und 80% ist mit der Verkehrssituation unzufrieden, nur ändern tut sich nichts. Nach wie vor, werden Straßen ohne Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) gebaut, Nordumgehungsstraßen ohne getrennte Geh- und Radwege, Kreisel im Verwaltungszentrum Moselweiß ohne sichere und komfortable Übergänge geplant. Für das Bürgerbegehren Radentscheid Koblenz hat man nach einem Monat bereits 50% der benötigten Unterschriften gesammelt.  Das feiert man als Erfolg, man soll auch nicht unzufrieden sein, es werden aber noch ca. 2000 Unterschriften benötigt, um die Mindestanforderung zu erfüllen.

Mit dem Bürgerentscheid möchte man die Stadt Koblenz verpflichten „eine lebenswerte, kinderfreundliche und klimagerechte Stadt, in der alle Menschen gleichberechtigt mobil sein können“ umzusetzen. „Dafür werden an Rhein und Mosel bessere Fußwege und ausreichend Raum für den stetig wachsenden Radverkehr dringend benötigt.“ Weiter Hintergründe kann man auf der Internetseite nachlesen: https://radentscheid-koblenz.de/

Beispiel Rübenacher Straße/Am Metternicher Bahnhof. Hier fehlt der Radweg, ein Fußgängerüberweg mit Zebrastreifen, ein Wetterschutz für den ÖPNV. Foto: Johannes Fuck

Aktivisten sammeln Unterschriften, machen Infostände u. a. bei  EDEKA-Görzen Metternich. Man kann aber auch eine Unterschriftenliste im Internet runterladen und selbst im Bekanntenkreis Unterschriften sammeln: https://radentscheid-koblenz.de/wp-content/uploads/2020/09/Unterschriftenliste_Radentscheid.pdf

Koblenz verharrt in der Verkehrsplanung der 70er Jahre. Bis zu dem Zeitpunkt kann man weltweit eine allgemeine Fortschrittsgläubigkeit einer individuellen Mobilität mit einem eigenen PKW (MIV) beobachten. Schon vor 50 Jahren haben andere Städte ein alternatives Mobilitätskonzept entwickelt und umgesetzt. Diese Städte gelten als Vorreiter und werden jetzt oft kopiert. Diese Städte haben erkannt, dass:

  • der Verkehrsraum begrenzt ist (Häuser begrenzen den Straßenraum)
  • Straßenbau für MIV sehr teuer ist (Hochstraßen, kreuzungsfreie Auf-/Abfahrten)
  • der MIV die Umwelt und Bewohner der Innenstädte belastet
  • Umgehungsstraßen und Parkflächen große Flächen versiegeln.

Das Problem betrifft nicht nur Mega-Citys sondern alle Städte jeder Größe und jeder muss seine Lösung finden. „Wer die Welt verändern will, kann damit beginnen, einen Radweg anzulegen.“ Janette Sadik-Khan, Stadtplanerin von New York. New York hat das Problem erkannt, entsprechend dem Wachstum der Stadt, eine weitere Millionen Einwohner bis 2030, nicht entsprechend Straßen für den MIV bauen zu können. Die Stadtplaner von New York wussten, dass die Menschen nichts an ihrer Fortbewegungsweise ändern würden, solange sie keine sichere Alternative sehen.

Vom Bauamt Koblenz kann man in regelmäßiger Gleichgültigkeit nur erfahren:

  • wir werden das mit den zuständigen Behörden absprechen
  • da kann man nichts machen
  • bei ausreichenden Finanzmittel werden wir die Maßnahmen umsetzen.

De Facto: nie! Nie?

Johannes Fuck Metternich – 13.10.2020

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