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VisSim-Forschungs-Team der Uni Koblenz mit Debeka Innovationspreis 2020 ausgezeichnet

Die interdisziplinäre Forschungsgruppe VisSim des Instituts für Computervisualistik und des Instituts für Medizintechnik und Informationsverarbeitung MTI Mittelrhein an der Universität in Koblenz wurden mit dem Debeka Innovationspreis 2020 prämiert.

Konkret ausgezeichnet wurde ein Projekt im Bereich “Simulation der Halswirbelsäule”.  Eine Jury aus Vertretern der Universität und der Debeka ermittelte das Gewinnerprojekt aus drei ausgewählten Masterstudiengangprojekten.  Bewertet wurden die  Projekte nach den Kriterien Originalität, Wissenschaftlichkeit, Relevanz und Umsetzbarkeit.

Im Gewinnerprojekt haben Studierende biomechanische Eigenschaften eines individualisierten Halswirbelkörper-Implantats simuliert und analysiert.  Das Implantat wurde von der Firma Wenzler Medizintechnik GmBH, die mit der Universität Koblenz-Landau in einem Forschungsprojekt zusammenarbeitet, entwickelt. Es dient als Wirbelkörperersatz, falls aufgrund von Verletzungen oder schweren Krankheitsverläufen ein oder mehrere Halswirbel zerstört wurden.

Das Implantat wird dabei mit Schrauben an einem angrenzenden Wirbelkörper befestigt. Dabei kann eine unzureichende  Kontaktfläche zwischen Implantat und Wirbelkörper zu degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Kontaktverhalten zwischen Wirbelkörper-Endplatte und Implantat näher in der Simulation zu untersuchen.

Unter der Leitung von Dr. Sabine Bauer, einer Forscherin des Projekts, haben die Studierenden gleichzeitig an drei  Themenschwerpunkten gearbeitet. Ein Teil hat das Verhalten zwischen Wirbelkörper und Implantatschraube  näher untersucht, um die zur Simulation notwendigen Parameter zu bestimmen. Eine andere Gruppe von Studierenden erforschte, welcher Druck beim Kontakt zwischen Implantat und Wirbelkörper entsteht. Der dritte Themenschwerpunkt des Projekts befasste sich mit der Halsmuskulatur, die für die Stabilisierung und Beweglichkeit des Kopfes verantwortlich ist.

VisSim befasst sich generell mit der Visualisierung menschlicher Strukturen und ihrer biomechanischen Simulation. Die Forscher von VisSim organisieren Projekt- und Forschungspraktika, erarbeiten Lösungen für medizinische Problemstellungen und entwickeln gemeinsam mit Unternehmen  Lösungen für reale Szenarien.

Dr. Birgit Förg Universität Koblenz-Landau – 04.08.2020

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