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„Keine Verbesserung“

Der Bau der Nordtangente hat nach jahrelangen Vorbereitungen und noch längeren Debatten um die Verbindungsstraße zwischen Metternich und der B 9 bei Bubenheim 2018 begonnen.

Zurzeit wird für die Verwirklichung der Nord-Süd-Achse vom Bubenheimer Kreisel an der B 9 bis zur B 416 in Metternich viel Geld investiert, damit über die Kurt-Schumacher-Brücke das Verwaltungszentrum I und die Universität besser zu erreichen sind. Es fehlt der Teil in Ost-West-Richtung für die sogenannte Nordtangente. Dieser Teil sollte die Industriegebiete an der A 61 mit dem Industriegebiet Wallersheim/Kesselheim mit Hafen und Güterbahnhof verbinden.

Weil der Bubenheimer Kreisel sehr oft überlastet ist, sollte der zweite Zugang mit einer neuen Unterführung der Gleisanlagen sowie einem Kreisel an der B 9 ergänzt werden. Dies ist besonders für das Logistikgewerbe wichtig. Der vom Stadtrat beschlossene Verkehrsentwicklungsplan scheint die Fertigstellung der Nordtangente östlich der im Bau befindlichen Entlastungsstraßen gestoppt zu haben. Dafür ist beabsichtigt, den östlichen Teil der B 416 (Trierer und Mayener Straße) auf nur zwei Spuren zu reduzieren und mit großzügigeren Radwegen zu versehen. Auch soll die Geschwindigkeit dort auf 30 km/h vermindert werden. Diese Vorschläge sind aller Ehren wert. Sie bringen aber für die dort wohnende Bevölkerung keine Verbesserung hinsichtlich der Verkehrsimmissionen.

Es muss auch bezweifelt werden, dass sich durch diese Maßnahmen das Verkehrsaufkommen wesentlich reduzieren lässt. Denn keine Stadt in Rheinland-Pfalz hat einen so großen Überhang an Einpendlern im Verhältnis zu Auspendlern wie Koblenz. Daraus ist zu schließen, dass die Stadt Koblenz wenig Einfluss auf Verbesserungsmaßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr nehmen kann, weil oft die Planungshoheit bei den Nachbarkommunen liegt und die dafür kein Interesse haben (etwa Park-and-ride-Anlagen, neue Buslinien, Haltestellen et cetera).

Es ist meines Erachtens wichtiger, möglichst bald die Nordtangente auszubauen. So könnte die vorhandene Eifelstraße mit einem neuen Verbindungsstück bis zum im Bau befindlichen Knoten am Weinackerweg mit relativ geringem Aufwand Stück für Stück verwirklicht werden, sodass auf diesen Straßen ein System für Schnellbusse entwickelt werden kann.

Diese Maßnahmen betreffen zunächst nur den Bau einer ein Kilometer langen Straße ohne Wohnbebauung und würden die Bewohner der Trierer und Mayener Straße von Lärm, Abgasen und Feinstaub entlasten. Dazu könnte auch das Kleinklima mittels einer durchgehenden Baumallee verbessert werden.

Oskar Lorentz, Koblenz

Rhein Zeitung – 12.01.2019

Ein Kommentar

  1. Um eine Verkehrsberuhigung auf der Mayener und Trierer Straße zu erreichen ist die Begrenzung auf 2 Spuren, zwei Fahrradspuren und eine Baumallee der einzig machbare Weg. Der Autoverkehr ins Maifeld muss vergrämt werden.
    53% Durchgangsverkehr von 12.000 Kfz täglich in der Aachener Straße in Rübenach. In der Trierer Straße sind es 19.000 Kfz. Zukünftig zusätzlich noch die Arbeitnehmer auf dem Weg ins Gewerbegebiet und ins nachverdichtete Metternich.
    Mehr Straßen bedeutet mehr Verkehr! Anstelle eines weiteren Ausbaus der Nordtangente sollte man mit einem P+R Parkplatz in Bassenheim und der Bahnstrecke Bassenheim-Koblenz eine Alternative für die Pendler vom Maifeld in die Stadt schaffen. Die Stadtbahn tangiert Metternich, somit ideal für die Einpendler der Mosel-, Lahn- und Rhein-Strecke.
    Die jetzige Feinstaubdiskussion macht das Problem der Anlieger der Hauptstraßen lächerlich. Die leiden unter Dreck, Lärm und Verkehrschaos. Die haben unsere Solidarität verdient.

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