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St. Johannes holt Jubiläum nach

Pfarrkirche Bauarbeiten verhinderten 2015 die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen

Von RZ Mitarbeiter Felix Bartsch

Metternich. Bei Kirchen sind Jubiläumsfeiern, die der Einsegnung vor 100 oder mehr Jahren gedenken, keine Seltenheit. Dass eine solche jedoch zwölf Monate später stattfindet, ist nicht der Normalfall. So ergeht es jedoch der Metternicher Pfarrkirche St. Johannes, deren 100-jähriges Bestehen am morgigen Sonntag ab 11 Uhr mit einem Jahr Verspätung zelebriert wird. Grund dafür waren Bauarbeiten im vergangenen Jahr.

st_johann_240916Die heutige Pfarrkirche St. Johannes ist bereits das dritte Gotteshaus in Metternich an dieser Stelle. Foto: Felix Bartsch

Die heutige Pfarrkirche ist eigentlich bereits der dritte Kirchenbau an derselben Stelle. Bereits 1204 wurde dort ein Gotteshaus erbaut, dessen Turm Teil der jetzigen Kirche ist. Doch die vorherigen Bauten reichten in Sachen Kapazität für die Bevölkerung nicht aus, und so wurde 1914, zwei Wochen vor Beginn des Ersten Weltkriegs, der Grundstein für das neue Gotteshaus gelegt. Trotz schwieriger Bedingungen erfolgte bereits 1915 die Einsegnung, die sogenannte Benediktion. Mit Bauproblemen hatte die Kirche des Öfteren zu kämpfen: „2005 bemerkten Gemeindemitglieder Putzrisse im linken Seitenschiff, die im Bereich des Turms immer breiter wurden. Wie sich herausstellte, neigte er sich“, sagt Bernd Geil, Schriftführer des Pfarrgemeinderats St. Johannes und Mitorganisator der Feierlichkeiten. Diese Schäden konnten jedoch durch neue Stützbalken behoben werden.

Bauprobleme waren es auch, die das eigentliche Jubiläum im vergangenen Jahr verhinderten. Da Käfer Holzteile in der Deckenkonstruktion des Altarbereichs befallen hatten, musste die Feier verschoben werden. Erst am Palmsonntag 2016 wurde die Kirche neu eröffnet. Die Laune, das vergangene Jubiläum gebührend zu feiern, ist der Pfarrgemeinde dadurch jedoch nicht vergangen.

Ganz ohne Einschränkungen durch bauliche Probleme können die Feierlichkeiten jedoch nicht vonstattengehen, einer der Türme bereitet Probleme. „Zum Jubiläum am Sonntag dürfen die fünf Glocken nicht läuten, weil die Turmhaube als nächstes dringend saniert werden muss“, sagt Geil. Ein heiteres Fest soll es aber trotzdem werden, und für einen bleibenden musikalischen Eindruck muss dann eben die Orgel um so lauter erklingen.

Rhein Zeitung – 24.09.2016

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