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Erste gefällte Linde sorgt für Stress in Metternich

In dem Stadtteil sollen weitere Bäume beseitigt werden – Anwohner schalten Polizei ein

Wenn irgendwo in Koblenz Bäume gefällt werden (müssen), gibt es Menschen, die sich daran reiben und nach dem Sinn fragen. So auch in Metternich. Hier wurden vor Jahrzehnten viel zu große Bäume an viel zu kleine Standorte gepflanzt – und sollen nun das Zeitliche segnen. Die erste Linde wurde bereits im Januar gefällt, zwei weitere sollen noch im Herbst folgen, teilt die Stadt auf Nachfrage mit. Aktuell sorgen der Stumpf des ersten Baumes und ein verschwundenes Holzkreuz für Zwist unter Anwohnern – sogar die Polizei wurde eingeschaltet.

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Rhein Zeitung – 28.10.2022

Ein Kommentar

  1. Man muss sich mal so eine invasive Linde vorstellen. Die wird ungefragt größer und wirft jeden Herbst Blätter ab. Die Linden können bis zu 40 m hoch werden und wurden aber in 4 m breiten Straßen gepflanzt. Ganz erstaunt stellt man fest, es sind viel zu große Bäume an viel zu kleinen Standorten gepflanzt. Man liest das Blumenbeet, normalerweise spricht man von einem Pflanzring , sei zu klein. Der Garten hebt sich, da sich die Wurzeln ausbreiten. Ein Blick von der Eul‘ auf Metternich zeigt, Bäume stehen fast nur entlang der Straßen und die Grundstücke sind weitgehenst „aufgeräumt“ und „sauber“. Die Bürger fühlen sich von den Bäumen massiv eingeschränkt und bedrängt. In dem Artikel kann man von weiteren 28 Bäumen entlang „Auf der Ochsenhellt“, „Trifter Weg“ und „Buhrweg“ lesen, die das Garten und Friedhofsamt seit Jahren beschäftigt. Da stellt sich die Frage: Lebensnotwendig oder können die alle weg?

    Die Bäume vor unserer Haustür stören uns, bei der grüne Lunge der Welt, dem Regenwald am Amazonas in Brasilien, da sind wir uns einig, die Bäume müssen natürlich bleiben. Der Michel ist ja schlau: Die Blätter am Amazonas stören uns nicht und wir wollen als Soja-Bauern auch nicht tätig werden! So geht das nicht, es ist eine Erde und wir haben keinen Planet B. Auch wir müssen unsere Bäume ertragen.
    Die Bäume vor unserer Haustür wirken auch auf das Mikroklima. Bäume sind Schattenspender, sind Filter, bringen Feuchtigkeit in die Atmosphäre, binden CO2 und geben Sauerstoff ab, schlucken Schall, sind Lebensraum von Pflanzen, Vögeln und Insekten, sind ein Naturerlebnis vor der Haustür…. Alles bekannt. Alles ein alter Hut.
    Man schämt sich, das Frau Dötsch als Baumliebhaberin verniedlicht wird. Mit dieser Fehlentwicklung ist unser direkter Lebensraum in Gefahr. Baumbestand in einer Stadt senkt die Luft-Temperatur um ca. 2-3 Grad. Im Schatten eines Baumes kann man sich im Sommer gut aufhalten. Alles bekannt. Alles ein alter Hut.

    Ist es von den Anliegern oder Nachbarn zu viel verlangt, die Blätter zu ertragen, die Wurzelbildung unter dem Rasen zu ertragen, ein, zwei Parkplätze zu opfern und den Pflanzring etwas größer anzulegen, ggf ohne Bordsteinkante und nur mit Überfahrgitter und grenzüberragende Äste ertragen.
    Es geht um unseren Lebensraum.

    Wir brauchen mehr Bäume da wir in Folge des Klimawandels wesentlich höhere Temperaturen in den Städten haben. Die Stadt wird zur Todeszone und der, mit einer Klimaanlage, gekühlte Raum wird zur Überlebenskammer für die Bewohner. Durch steigende Energiekosten müssen gekühlte öffentliche Räume angeboten werden, sonst droht die Überhitzung des Körpers. Das ist in Amerika schon Realität.

    Bäume wachsen nicht über Nacht, sind aber in wenigen Minuten vernichtet.

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