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„Meisterstück ohne große Vorlage“

Der Koblenzer Stadtrat hat einem Antrag der beiden SPD-Ortsvereine Metternich und Güls zugestimmt, wonach der bisher namenlose Moseluferweg zwischen den beiden Stadtteilen in Philipp-Dott-Weg umbenannt wird.

Leserbrief von Marita Warnke, Koblenz

Es freut mich sehr, dass mein lang gehegter Wunsch, eine Straße (mein Antrag an die Stadtverwaltung liegt bereits einige Jahre zurück) nach dem Koblenzer Künstler Philipp Dott zu benennen, von Anna Köbberling (SPD) aufgegriffen wurde und schlussendlich zum Erfolg führte.
Philipp Dott, den ich einige Jahre persönlich begleiten durfte, faszinierte mich, insbesondere seine Kunst am Bau. Mitzuerleben, wie er in einer unglaublichen Schnelligkeit verschiedene Farbschichten so bearbeitete, um daraus ein Kunstwerk entstehen zu lassen, fand ich großartig. Ich sah, wie die Menschen ihm sprachlos zuschauten, wenn er wie ein Besessener beide Hände gleichzeitig bewegte und ohne große Vorlage ein Meisterstück vollbrachte.
Mit den Sgraffiti, in seinem ganz eigenen typischen Stil, hinterlässt Philipp Dott der Öffentlichkeit ein prägendes Stadtbild in Koblenz und weiterer Umgebung. In Metternich, wo er als freischaffender Künstler arbeitete und lebte, führte sein Weg des Öfteren nach Güls, seine zweite Heimat, um dort zu arbeiten und ein Gläschen Wein zu genießen. In beiden Koblenzer Stadtteilen findet man eine Vielzahl seiner großformatigen Fassadenkunst. Daher ist es für mich als Philipp Dotts Zeitzeugin und Sammlerin sehr stimmig, dass gerade dieser Moseluferweg von Metternich nach Güls nach ihm benannt wird.

Rhein Zeitung  – 21.01.2022

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