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Radwege-Ausbau: In der Stadt tut sich einiges

In der Trierer und Mayener Straße haben Radler jetzt deutlich mehr Platz

In Sachen Radwege hinkt Koblenz vielen anderen Städten in Deutschland nach wie vor deutlich hinterher. Dennoch: In diesem Jahr sind einige Vorhaben auf viel befahrenen Straßen umgesetzt worden: etwa in der Trierer und Mayener Straße, in der Beatusstraße sowie der Casinostraße als erste Fahrradstraße in der Stadt.

… Anfang Februar bereits gab der Stadtrat grünes Licht für den großflächigen Umbau der Trierer und Mayener Straße in Metternich und Lützel. Auf beiden Fahrbahnseiten wurden Radschutzstreifen markiert, auch Fußgänger haben künftig mehr Platz. Damit wird es nur noch zwei statt vier Autofahrspuren geben. Rund 70 der einst 184 Autoparkplätze fielen weg. Parken ist damit nur noch wechselseitig auf einer Straßenseite erlaubt. Das Vorhaben „Trierer/Mayener Straße Radverkehrsführung“ war zuvor in schier unzähligen Ausschusssitzungen ausführlich, detailliert und kontrovers beraten worden. Der Um- und Ausbau des insgesamt 1,8 Kilometer langen Abschnitts zwischen Rübenacher Straße und Europabrücke begann im September.

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Rhein Zeitung  – 29.12.2021

 

Ein Kommentar

  1. In dem Artikel gibt es nur einen Satz den der interessierte Leser stocken läßt. >Das Vorhaben „Trierer/Mayener Straße Radverkehrsführung“ war zuvor in schier unzähligen Ausschusssitzungen ausführlich, detailliert und kontrovers beraten worden.<
    Wahrscheinlich sind es die gleichen Argumente, die jetzt in Leserbriefen in der Zeitung veröffentlicht werden. "Schade um die Parkplätze." "Das ist aber gefährlich. Meine Kinder dürften da nicht fahren."
    Was man sich gedacht hat, nur die 1,8 km und nicht einen durchgehenden Fahrradweg bis in die Stadt zu planen wird nicht erklärt. Auch nicht, ob ein weiterer Ausbau in weiteren schier unzähligen Ausschusssitzungen kontrovers diskutiert wird.
    So bleiben viele Fragen, Wünsche und auch die Notwendigkeit um die Infrastruktur für die Verkehrswende zu ertüchtigen.

    Was spricht gegen eine Fahrradstraße mit einer Freigabe für alle Kraftfahrzeuge?
    Verlust der Parkplätze für Anlieger und Unternehmen ist ein nicht zu vernachlässigendes Argument für viele Zubringerstraßen die auch für Radfahrer wichtig sind. So könnte man die "Koblenzer/Moselweißer Straße" für Fahrradfahrer und Fußgänger sicherer machen, für den Durchgangsverkehr unattraktiv und für die Anlieger den Nutzen erhalten. Parkplätze, Ladezone für den Bus vor dem Hotel usw. Ein kompletter Verzicht auf das Auto oder Transporter, LKW wird es nicht geben, ist nicht möglich.

    Die Mayener Straße in Lützel ist für Radfahrer eine Zumutung. Die Durchfahrt unter der Bahntrasse ist beengstigend eng.
    In der Gegenrichtung von der Balduinbrücke zur Schleuse um den Leinpfad zu erreichen gibt es keinen brauchbaren Radweg. Entweder Einbahnstraße oder eine enge und zu niedrige Durchfahrt unter der Eisenbahnbrücke an der Mosel.
    Wäre ein Ausbau des Lützler Bahnhofs mit einer Querung nicht eine Lösung. Da entsteht ein Wohnquartier. Da sind Büros. Neuendorf und Lützel ist ein großes Wohn- und Gewerbegebiet. Die Infrastruktur mangelhaft.

    Der Radweg auf dem Gehweg der Kurt-Schumacher Brücke ist saugefährlich. Zur Erklärung: Ein E-Lastenrad mit einer bewegter Masse von 200 kg und 25 km/h und gleichzeitig Fußgänger oder entgegenkommende Fahrradtouristen auf einem Gehweg schlägt ein, wie ein Geschoss. Das zu genehmigen ist kriminell. Klar, der E-Lastenrad-Biker ist in der Verantwortung – kann er doch schieben wenn es eng wird. Rücksicht! Dumm nur, dass er dann auf keine Leistung kommt.

    Was erwartet man von einer Lokal-Zeitung? Schulterklopfer brauchen wir nicht! Klimawandel. Steigende Energiepreise. Klimaabkommen und die daraus folgende internationale Verpflichtungen. Strukturwandel. Wohnungsnot in Ballungszentren – unattrraktivität von ländlichen Gegenden. Eine Zeitung muss die Finger in die Wunde legen, damit die Politik Lösungen sucht und der Stadtrat die Verwaltung fordert. Eine Zeitung muss erklären was in Kopenhagen besser läuft und was das für die Bürger bringt. Ursprünglich war es die Energiekrise in den 70iger Jahren, dann die Erkenntnis der unzähligen Vorteile Fußgängern und Fahrradfahrern mehr und Autos weniger Verkehrsraum zu bieten. In der Schweiz hat man mit dem Projekt Bahn 2000 ab 1987 ein Taktsystem eingeführt, was von den Bürgern sehr gut angenommen wird. Schon 1987 habe ich in der Schweiz die Erfahrung gemacht, dass man kein Auto brauch. Das wurd in meiner Abteilung von Kollegen kontrovers diskutiert, der Autobesitzer war aber in der Verteidigung. Der Pendler, der der Ruhe wegen aufs Land gezogen ist und mit dem Auto pendelte, hatte kein Ansehen.

    Es ist nicht normal, dass der Amerikaner ein großes kreditfinanziertes Auto hat, haben muss, sich aber keine Wohnung leisten kann und das Essen kostenlos auf übergroßen Parkplätzen bekommt, wie man im öffentlich rechtlichen Fernseh immer wieder sieht. Ein Neuwagen (Golfklasse) kostet in Deutschland, in der Anschaffung ein durchschnittliches netto Jahreseinkommen. Der Unterhalt eines Kleinwagens, Steuern, Versicherung, Inspektion entspricht einem durchschnittlichen netto Monatslohn – zuzüglich Sprit. Trotzdem beklagt man fehlenden Parkraum und fordert weitere Straßen, man könne ja auf ein Auto nicht verzichten!

    Ein kritischer Umgang mit den Regierenden und Mächtigen sollte im Pflichtenheft jeder Zeitung stehen.

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