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ZIFET der Uni Koblenz intensiviert Kooperation mit University of Ruanda

Das Zentrale Institut für Scientific Entrepreneurship & International Transfer (ZIFET) der Universität Koblenz-Landau und die University of Rwanda bauen die Kooperation mit der Privatwirtschaft in einem gemeinsamen Projekt aus. Gefördert wird das vierjährige Projekt durch das Programm „Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und in Entwicklungsländern“ des Deutschen Akademischen Auslandsdiensts (DAAD). Ziel ist es, Studierenden und Absolventinnen wie auch Absolventen der University of Rwanda praxisbezogene Schlüsselkompetenzen zu vermitteln und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Arbeitsmarkt zu verbessern.

„Die Zusammenarbeit zwischen dem ZIFET am Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau und der University of Rwanda hat bereits Tradition und wird durch die DAAD-Förderung weiter gestärkt“, erklärt Prof. Dr. Harald von Korflesch, Gründer wie auch Direktor des ZIFET und Leiter des neuen Projekts.

Studierenden und Absolventinnen sowie Absolventen der University of Rwanda sollen in diesem Projekt praktische Kompetenzen für ihre Karrieren in Wissenschaft und Wirtschaft vermittelt und ruandischen Unternehmen ein Zugang zu hochqualifiziertem Fachpersonal ermöglicht werden. Dafür hat sich unter der Leitung des ZIFET ein Konsortium zusammengeschlossen, dem auch die Jacobs University Bremen und die Hochschule Koblenz sowie die University of Rwanda angehören. Die drei deutschen Hochschulen unterstützen dabei mit dem Projekt die berufliche Entwicklung und Karriereplanung der Studierenden an der University of Rwanda mit Angeboten aus den verschiedensten Kompetenzbereichen.  So erlernen sie zum Beispiel auf dem Gebiet der angewandten Forschungsmethoden, wie empirische Umfragen durchführt und auswertet werden. Im Design Thinking eignen sich Studierende eine kreative Methode an, um neue Ideen zu entwickeln. Im Projektmanagement qualifizieren sie sich in der Projektplanung und -durchführung. Zudem entwickeln sie viele weitere praktische Kompetenzen, wie beispielsweise Präsentationstechniken, Methoden der Gesprächs- und Verhandlungsführung oder der Teamleitung.

Die zweite Säule des Projekts ist die Errichtung eines professionellen Netzwerks zwischen der University of Rwanda und Unternehmen in Ruanda sowie Deutschland. Zehn Akteure aus der Privatwirtschaft in Ruanda und Deutschland sind hier bereits Partner im Projekt und bieten den ruandischen Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen Praktika wie auch Mentoring-Programme an. „Darüber hinaus haben die Wirtschaftspartner die Möglichkeit, die Anforderungen des Arbeitsmarktes direkt in das Projekt einzubringen, indem sie als beratendes Gremium des während der Projektlaufzeit entstehenden Kompetenzzentrums für Studium, Forschung und Beruf agieren“, erläutert Dr. Kornelia van der Beek, Geschäftsführerin des ZIFET.

Für dieses Kompetenzzentrum steht das Kompetenzzentrum für Studium und Beruf (KSB) der Universität Koblenz-Landau Modell. Das KSB fördert seit 2012 bei Studierenden an den Standorten in Landau und Koblenz den Erwerb von arbeitsmarkt- und praxisrelevanten Schlüsselkompetenzen. Das neue Kompetenzzentrum ist das Herzstück des Projekts, in ihm werden die akademischen und wirtschaftlichen Aktivitäten koordiniert. Es wird am College of Business and Economics (CBE) der University of Rwanda angesiedelt. Das CBE mit insgesamt rund 4.000 Studierenden verteilt sich über vier Standorte der afrikanischen Universität innerhalb Ruandas.

„Diese Studierenden sind künftige hochqualifizierte Fachkräfte, Managerinnen und Manager sowie Unternehmerinnen und Unternehmer, die das Rückgrat des Wirtschaftswachstums Ruandas und der Region Ostafrika darstellen“, so von Korflesch. Sein Projekt trägt somit dazu bei, die bestehenden Studiengänge des CBE um praxisorientierte Module zu ergänzen und die Chancen der Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Unterstützt wird das Projekt auch vom Rwanda Zentrum und Büro für Afrika Kooperationen am Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau.

Mit dem Programm „Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und in Entwicklungsländern“ fördert der DAAD seit 2012 die Entwicklung arbeitsmarktrelevanter und praxisnaher Studiengänge, die dem lokalen Kontext und dem Stand der Wissenschaft entsprechen. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Dr. Birgit Förg Universität Koblenz-Landau – 16.08.2021

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