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Wirtschaftsministerium fördert Projekt der Uni Koblenz mit 1,6 Millionen Euro

Rund 1,6 Millionen Euro konnte Prof. Dr. Peter Quirmbach, Leiter der Arbeitsgruppe Technische Chemie und Korrosionswissenschaften an der Universität in Koblenz, für sein Projekt CarbonARA aus dem Sondervermögen des Landes Rheinland-Pfalz einwerben. Die rheinland-pfälzische Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Daniela Schmitt, hat den Bewilligungsbescheid persönlich am 08. Juli 2021 am Campus Koblenz übergeben.

CarbonARA – Carbon Advanded Research Activies – ist ein modernes Methoden- und Analysezentrum der Universität in Koblenz zur wissenschaftlichen Qualifizierung einer neuen Generation kohlenstoffbasierter Feuerfestkeramiken für den Einsatz in der Stahlindustrie. Diese benötigt feuerfeste Werk- und Bauteile, die die hohen Prozesstemperaturen bei der Stahlherstellung aushalten. Als bedeutendste, aber kritische Rohstoffe dieser Teile werden vor allem Magnesiumoxid, Aluminiumoxid und Kohlenstoffe vom Team rund um Prof. Dr. Peter Quirmbach untersucht.

v.l.n.r.: Ministerin Daniela Schmitt, Dekan des Fachbereichs Mathematik/Naturwissenschaften Prof. Dr. Wolfgang Imhof, Vizepräsident für Koblenz Prof. Dr. Stefan Wehner, Prof. Dr. Peter Quirmbach. Bild: Universität Koblenz-Landau/Sascha Ditscher Foto Universität Koblenz-Landau Sascha Ditscher

Im Projekt soll der Aufbau einer Infrastruktur in Form eines industrienahen Vorlaufprojekts generiert werden. Dafür wird am Beispiel der kritischen Rohstoffe für die Feuerfestindustrie die Funktionalität eines Methoden- und Analysezentrums nachgewiesen, das in seiner Art allen fachspezifischen Anforderungen der in Rheinland-Pfalz ansässigen Feuerfestunternehmen sowie chemischen Firmen für feuerfestrelevante Prozessadditive entspricht.

„Wir setzen alles daran, weiter konsequent die Möglichkeiten auszubauen, mit der in Rheinland-Pfalz sehr stark vertretenen Feuerfestindustrie zusammen zu kooperieren und deren Innovationstätigkeiten zu unterstützen. Die deutsche Feuerfestindustrie besitzt mit ihren annähernd 20 in Rheinland-Pfalz ansässigen Unternehmen einen europaweit einmaligen Hotspot. Umso setzen wir uns dafür ein, in Rheinland-Pfalz eine leistungsstarke und im Weltmaßstab hoch innovative Feuerfestindustrie derart zu unterstützen, als dass ihre Marktführerschaft nachhaltig erhalten bleibt“, betont Quirmbach.

Alle relevanten Gerätschaften verfügen über digitale Schnittstellen. So erlaubt es diese Infrastruktur, digitale Zwillinge der Materialien anzulegen und später in einer Datenbank aufzunehmen. Diese digitalen Zwillinge können wiederum den Unternehmen für deren zukünftigen Forschungs-und-Entwicklungs-Projekte zur Verfügung gestellt werden und einen Beitrag zur Digitalisierung in der Industrie leisten. Insbesondere mit Blick auf kleine und mittelständische Unternehmen, die aufgrund der Investitionshöhe oftmals keine solch kostenintensive Infrastruktur vorhalten können, treibt das den digitalen Wandel weiter voran. „Der digitale Wandel ist sowohl für die Universität als auch für die Wirtschaft bedeutsam. Und von den Kooperationen zwischen Universität und Wirtschaftsunternehmen werden beide Seite sehr profitieren,“ so Vizepräsident für Koblenz, Prof. Dr. Stefan Wehner.

Die Professur für Technische Chemie und Korrosionswissenschaften an der Universität in Koblenz wurde 2009 eingerichtet, um die Kompetenzen in den Naturwissenschaften, besonders der Chemie, mit den Anforderungen der chemieproduzierenden und werkstoffherstellenden Unternehmen zu kombinieren. Sie gehört zum Profilbereich „Material und Umwelt“ der Universität Koblenz-Landau – ab 01. Januar 2023 der Universität Koblenz und zum im Fachbereich Mathematik/Naturwissenschaften angesiedelten Bereich „Materialeigenschaften und funktionale Oberflächen“.

Dr. Birgit Förg Universität Koblenz-Landau – 27.07.2021

 

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