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Bewegendes Geschenk von Studierenden

E-Sport Möglichkeit dank Special Olympics und LSB

Drei Studierende der Universität in Koblenz und Nina Hagedorn von Special Olympics Rheinland-Pfalz überbrachten beim Besuch der Rhein-Mosel-Werkstatt in Koblenz als Geschenk eine Nintendo Switch mitsamt zwei Bewegungsspielen. „Wir wollen Menschen mit Behinderung auch in Zeiten von Corona in Bewegung bringen“, erklärte Ricardo Neufeld als Sprecher des Sportstudenten-Trios. Im Seminar von Dozentin Annika Brunsemann zum Thema Inklusion im Sport kam Neufeld auf die Idee, eine innovative Idee der Aktivierung zu realisieren. „Ich habe mich schon vor der Pandemie mit E-Sports beschäftigt, da man auch dort kognitiv und physisch gefordert wird.“ Unterstützt hatte die Umsetzung Special Olympics Rheinland-Pfalz. „Wir sind seit dem vergangenen Jahr in gutem Austausch mit den Sportlern an der Universität in Koblenz“, so Nina Hagedorn, Koordinatorin des Projekts „Wir gehören dazu – Menschen mit geistiger Behinderung im Sportverein“.

Kaum war die Spielekonsole angeschlossen, erfüllte sie ihren Zweck. Bei „Just Dance“ ging es sofort zur Sache. Foto Uni Koblenz-Landau

„Dass sich angehende Lehrer für Inklusion interessieren, durch den Verein TUS Niederberg unterstützt werden und durch die Werkstatt den direkten Weg in eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung finden, ist eine ideale Konstellation“,  betont Hagedorn. Der Leiter Bildung und Rehabilitation in der Rhein-Mosel-Werkstatt, Reiner Plehwe, ist seit vielen Jahren für Special Olympics ehrenamtlich aktiv und sucht als Inklusionslotse für den Landessportbund solche Kooperationen. Dank der Förderung durch den Landessportbund Rheinland-Pfalz konnte das gemeinschaftliche Projekt umgesetzt werden. Michael Wall, der als Berufsbildungsbegleiter in der Werkstatt die Jüngeren im Haus betreut, ist sich sicher: „Viele unserer Beschäftigten sind offen für elektronische Geräte und Bewegungsspiele erst recht – da ist ein solches Präsent willkommen.“

Also wurde die Nintendo Switch nach der Überreichung direkt installiert und binnen weniger Augenblicke war der erhoffte Effekt direkt eingetreten: Es wurde gespielt und getanzt. „Gerade zurzeit fehlt den Menschen hier die Chance zur Bewegung, da der gewohnte Ausgleichssport in der Gemeinschaft nicht möglich ist. Dieses Geschenk ist eine gute Bewegungsalternative,“ so Reiner Plehwe. Im Projekt wird nun beobachtet, wie sich die Nintendo Switch mittel- und langfristig in den Bewegungs- und Entspannungszeiten in der Werkstatt bewähren wird. „Darüber hinaus wollen wir aber auch unbedingt über dieses Semester hinaus kooperieren“, betonte Ricardo Neufeld auch im Namen seiner Dozentin Hagedorn.

Dr. Birgit Förg Universität Koblenz-Landau – 10.03.2021

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