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Buutzemann

von Inge Schaefer in Kowelenzer Mundart

Denkt ma mol ganz wäit zereck,
wie als Kend et frejer wor,
komme och Geister en däine Bleck,
kai Hällowien – dat es ganz klor.

An Horrorklons on Gruselmaske
hat kai Mensch domols gedacht.

Vielleicht an Fasenacht do hasde
mol iwwer en Däiwelsfratz gelacht.

Wat hat als Kend dich bang gemacht?
Dä Belsebub vom Nikelaus
on dä Buutzemann, dä Dach on Nacht
gäjewäddisch wor en onsem Haus.

Wollsde net esse oder schlofe,
hasde en freche Lipp‘ riskiert,
wurd‘ no dämm Buutzemann gerofe.
Su hann dich die Gruße angeschmiert.

Dä Buutzemann wor arsch lebendisch,
obwohl ä eijentlisch en Geist.
Mir wore jedefalls ganz ängstlisch,
mer hann gefollischt – dat wor Bewäis.

Häit kennt de Kennerscher ma schade,
wemma se wie domols bang dät mache.
Awwer – die däde einfach Gugel lade,
wäre offgeklärt on däde lache.

Inge Schaefer schreibt mit Leidenschaft Gedichte – nicht nur in Mundart.  Schaefer stammt aus Metternich und lebt heute auf dem Asterstein. „Wenn ich mit meinem kleinen Hund durch die Natur spazieren gehe, fallen mir sehr oft die ersten Zeilen eines neuen Gedichtes ein“, sagt sie über ihre Inspirationsquelle.

Quelle RZ Sonderausgabe Wir von hier 10.02.2017

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