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Vollmondnaacht

von Inge Schaefer in Kowelenzer Mundart

Hennerm Bersch, ganz rut on hell
stäischt dä Lorenz huh.
Ä wannerd langsam von de Stell,
ganz friedlich on en Ruh.

Kleine Wölkscher doon verziere
dat ronde Mondsgesicht,
wie Schäfjer, die begleidet wiere
vom traude Dämmerlicht.

Dann ginn massisch Sterne off,
unendlich gruße Zahl.
Se wiere häit mol iwertroff –
on schäine nur ganz fahl.

Dä Mond en eijene Scheenheit hat,
kai Konkurrenz zur Sonn.
Ma kann sich garnet gucke satt,
wierd heimelisch dovon.

Ä guckt off Gode on off Biese
von säinem Himmelszelt.
Off Armut, Kresch on off fiese
Dikdadore off de Welt.

Doch häit es stelle Harmonie,
kai Laude säin ze hiere.
Och Vielscher singe nau nimmi,
se morje widder monder wiere.

Die Zäit wat ganz besonneres es,
ma es ganz unbeschwert.
An su em Omend besde gewess,
et es Fridde off de Erd.

inge_schaeferInge Schaefer schreibt mit Leidenschaft Gedichte – nicht nur in Mundart.  Schaefer stammt aus Metternich und lebt heute auf dem Asterstein. „Wenn ich mit meinem kleinen Hund durch die Natur spazieren gehe, fallen mir sehr oft die ersten Zeilen eines neuen Gedichtes ein“, sagt sie über ihre Inspirationsquelle.

Quelle RZ Sonderausgabe Wir von hier 08.04.2016

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