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Emma Aue offhalle

von Inge Schaefer in Kowelenzer Mundart

Ons Nadur e su lebendisch
on wechselt laufend ihr Gesicht.
De Johreszäide zaije ständisch
wat dä Lewensrhythmus mischt.

Em Wender, wennet ganz freh dungel,
kannsde Blätter raschele hiere,
däin Aue sehn nur Katzegefungel,
dobäi kannet dir schaurisch wiere.

Ganz herrlich es dämm zozegucke
wie em Frehling spriest dat Green,
wie Vielscher fuur dämm Finster hucke,
on irschte Blemscher säin ze sehn.

Sehsde e Haus dat schäint verwaist,
weil Läde ronner, alles zo.
Die Läidscher säin bestimmt verreist,
Aue off, on guck donoh.

Guck hin bäi Läid, die säin häi näi,
meistens besje dungele Täng,
ganz vill Kennerscher säin dobäi.
Mach off däi Herz on denk net eng.

Die säin von Kresch on Leid geschlohn,
hann schrecklisch off de Flucht gelidde.
Häi goode Mensche helfe dohn,
wenn traurije Aue se drom bidde.

Met offene Aue ginn dorschd Lewe,
do seht ma Trauer, Leid on Gleck.
Suvill et gieht Lieb‘ wäidergewe,
die kimmt dann ganz bestemmt zereck.

inge_schaeferInge Schaefer schreibt mit Leidenschaft Gedichte – nicht nur in Mundart.  Schaefer stammt aus Metternich und lebt heute auf dem Asterstein. „Wenn ich mit meinem kleinen Hund durch die Natur spazieren gehe, fallen mir sehr oft die ersten Zeilen eines neuen Gedichtes ein“, sagt sie über ihre Inspirationsquelle.

Quelle RZ Sonderausgabe Wir von hier 11.03.2016

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