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Schnubbezäid

von Inge Schaefe in Kowelenzer Mundart

Em Wender, wennet reschdisch kalt,
on giehs spazeere en de Wald,
do hasde Mötsch on Hänschoh an
on Schal, dä häld dich och good warm.

Es awwer lau dat Wenderweeder
on es wie Frehling, do denkt jeder,
loos dä decke Jobbe aus
on gieh mol lefdisch aussem Haus.

Oft dood sich suwat ganz bies räsche,
weil ‚t fählt jo och de Wenderwäsche.
Schun fängdet an em Hals ze kitzele
on en de Nas‘ do doodet bitzele.

De Rotznas‘ läift, es net ze stobbe,
ma soocht och schun de Hosdedrobbe.
Taschedejer messe her.
Wer Schnubbe hat, dä haddet schwer.

Vill ruude Nase der begäne,
zogepackt bis an de Zähne.
Eine Backe es meist deck
vom Zuckerklömbsche en de Eck.

Wat an Bedäidung nau gewennt?
Dä Spruch von mäiner Uma stemmt:
„Erwaad bäi Schnubbe nie e Wonner,
ein Woch eroff – on ein Woch ronner!“

inge_schaeferInge Schaefer schreibt mit Leidenschaft Gedichte – nicht nur in Mundart.  Schaefer stammt aus Metternich und lebt heute auf dem Asterstein. „Wenn ich mit meinem kleinen Hund durch die Natur spazieren gehe, fallen mir sehr oft die ersten Zeilen eines neuen Gedichtes ein“, sagt sie über ihre Inspirationsquelle.

Quelle RZ Sonderausgabe Wir von hier 05.02.2016

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