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Nordtangente: Nächste Bauphase beginnt

Eine Mitteilung des Landesbetriebs Mobilität Cochem-Koblenz

Die Arbeiten an der Nordentlastung Koblenz- Metternich wurden in den letzten Monaten wesentlich vorangebracht. Größere verkehrliche Beeinträchtigungen konnten dabei bisher vermieden werden, da die Arbeiten vorwiegend abseits von bestehenden Straßen stattfanden und Umfahrungsstrecken gebaut wurden. (weiterlesen)

Stadt Koblenz – 29.05.2019

3 Kommentare

  1. Rudolf Kowalski

    Die Nordentlastung (Tangente heißt es nicht mehr, glaube ich)… was entlastet die eigentlich? Die Ortsteile Metternich und Rübenach wohl eher nicht. Zubringer für neue Unternehmen träfe es da wohl eher.
    Es gibt ja wohl den ersten Bauabschnitt, der mit dem Durchstoß zur Winninger Straße beendet sein soll.
    Der zweite Bauabschnitt, der durch eine Verlängerung der L 52 für Metternich und Rübenach erst eine Entlastung bringen könnte, scheint irgendwie „auf Eis“ zu liegen.

    Ich habe soeben im Radio vernommen, dass der erste Bauabschnitt terminlich auch noch einmal in zwei Teile zerlegt wird.
    Der ursprüngliche Plan, den Durchstich im Juni 2019 fertig zu stellen, scheitere an dem Teil, für den die Stadt Koblenz zuständig ist?
    Der LBM bekommt es nun nach all den Jahren endlich hin, den deutlich abgespeckten Teil im Juli fertig zu stellen – nach dreieinhalb Jahren Bauzeit – Kompliment.
    Der kleine Teil dieses ersten Bauabschnitts, für den die Stadt Koblenz sich verantwortlich zeichnet, also dieses „Sträßchen“ von ein paar hundert Metern,
    verzögert sich um ein weiteres Jahr?

    Welche „Fachleute“ sitzen eigentlich dort im Fachausschuß und der Baubehörde der Stadt Koblenz? Beziehen diese Leute etwa Gehalt für ihr Tun, bzw. für ihre Unterlassungen?
    Drei Brücken in Arbeit, wobei die Pfaffendorfer Brücke für den anstehenden Abriss angeblich dringend noch einmal ertüchtigt werden muß. Es lebe die Realsatire.

    Ohne die gesamte Planungszeit zum wiederholten Male bemühen zu müssen:
    Die Stadt Koblenz ist also außer Stande, innerhalb von dreieinhalb Jahren Bauzeit dieses beschriebene Sträßchen von wenigen hundert Metern Länge zum Durchstich auf die Winninger Straße zu erstellen?
    Schlimm genug, wenn diese Vermutung zutreffen sollte. Allerdings gibt es auch noch andere Gedanken, die hier angewendet werden könnten und die weit schlimmer wären.

    Rudolf Kowalski

  2. Rudolf Kowalski

    Mir wurde noch einmal der Bericht der RZ vom 25.05.2019 zugesandt.
    Daraus geht hervor, dass jetzt (JA, erst jetzt, nach dreieinhalb Jahren) der letzte Bauabschnitt begänne.
    Das ist definitiv falsch, denn die gesamte Nordtangente umfasst gerade einmal zwei Bauabschnitte, wovon lediglich der ERSTE in Arbeit ist.
    Einzig der kleinste Teil dieses ersten Abschnittes fällt in die Zuständigkeit der Stadt Koblenz – und wird in dem erwähnten Bericht als „der schwierigste“ dargestellt.
    Zitat:
    Der Bauabschnitt, der nun beginnt, ist der schwierigste, da parallel zum Straßenbau zwei neue Stützwände errichtet werden müssen. An diesen entstehen dann die neuen Auf- und Abfahrtsäste zwischen B 416 und Rübenacher Straße.

    Nach dreieinhalb Jahren fällt den Verantwortlichen nun endlich auf, dass dort zwei Stützmauern errichtet werden müssen… ach was… sooo schnell?
    Die ursprünglich dort ansässige Fa. Heep hatte auch schon vor Monaten den Platz geräumt, sodass zumindest seit diesem Zeitpunkt die entsprechenden Arbeiten in Gang sein könnten.
    Andernorts auf diesem Planeten bekommt man es übrigens hin, eine Betonbrücke UND zwei Stützmauern gleichzeitig zu errichten und zu betonieren.
    Da scheinen die Verantwortlichen die Stadt Koblenz gegenüber der „Berliner Krankheit“ noch einmal eine Sonderstellung einzunehmen.

    Wir alle wissen, dass für solche Projekte auch der Bund und das Land finanziell herhalten müssen… das ist ja auch einer der Gründe, warum wir uns mit der Reaktivierung der Regionalbahn Koblenz-Ochtendung so schwer tun.
    Sollten in absehbarer Zeit auch noch städtische Grundflächen verschachert werden, auf der diese Bahnlinie eigentlich verläuft, dann werden nach meinem Dafürhalten ohnehin noch reichlich Rückzahlungen von der Kommune an das Land erfolgen müssen.
    Die damals geleisteten Subventionen seitens des Landes Rheinland-Pfalz betrafen ein „Güter-Verkehrs-Zentrum“, also Straße-Schiene-Fluß.
    Ohne eine funktionierende Bahnlinie, die dieses „GVZ“ mit dem Rhein verbinden könnte, scheinen auch diese Subventionen rückzahlungswürdig.
    Vielleicht haben eine große Sanitärhandlung zwischen Bubenheimer Weg und IKEA, oder evtl. auch ein Investor in Rübenach am alten Bahnhof etwas gegen eine Reaktivierung dieser Bahnlinie… könnte ich mir Vorstellen.
    Aber das ist ja schon wieder ein anderes Thema.

    Widmen wir unsere Aufmerksamkeit nun zuerst einmal unserer Nordtangente, oder „Nordentlastung“, wie sie seit einiger Zeit heißt:
    Dass der Verkehr für Metternich, Rübenach, Bubenheim oder gar Moselweiß ohne Durchstich zur Winninger Straße überhaupt irgendeine Entlastung bringen könnte, wage ich entschieden zu bezweifeln.
    Dass der laufende Individual-Berufsverkehr aus der Vordereifel durch eine Verkehrsführung durch das Sträßchen „Im Metternicher Feld“ zu einer solchen führen könnte, bezweifele ich ebenfalls.
    Wer bitteschön, zeichnet sich für solche Fehlplanungen verantwortlich? Wird so etwas wie Verantwortung bei den entsprechenden Stellen überhaupt noch gelebt oder gar angewandt?

    Rudolf Kowalski

  3. Johannes Fuck

    Bitte, bitte zieh nicht den falschen Schluss und fordere mehr Straßen. Nein, wir brauchen weniger Verkehr.
    Bei mehr Straßen wird es trotzdem irgendwo eine Engstelle geben und da entsteht der Stau. Mehr Straße bedeutet mehr Autos die dann irgendwann wieder an den Anliegern der Hauptstraßen vorbei fahren. Es gibt da ein schönes Märchen:
    In Wien ist vor vielen Jahren eine Brücke eingestürzt. Allen war sofort klar, jetzt haben wir für die nächsten Jahre das totale Verkehrschaos. Wie konnte das passieren? Wer ist schuld? Man kann sich das Gezeter vorstellen.
    In Wien hat man notgedrungen den ÖPNV verbessert. Das war relativ schnell möglich, den Wienern blieb ja nichts anderes übrig und jeder hat gemerkt: Wow, super! Der Wiener hat danach kontinuierlich das ÖPNV-Angebot ausgebaut und Wien gilt heute als ÖPNV-Hauptstadt. In der Schweiz hat man das wohl beobachtet und hat den Schweizer Takt „erfunden“. Mit Erfolg. Man nennt es Taktvoll durch die Schweiz. Mit dem eigenen Auto ist verpönt, da muss man sich rechtfertigen. Das durfte ich 1987 kennenlernen, war begeister und habe mich gefreut, dass die SPD mit der FDP das Konzept als „Rheinland-Pfalz-Takt“ übernommen hat. Die Nutzerzahlen sind stark gestiegen, meist Pendler somit Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit. Es gibt ganz viele positive Beispiele von Streckenreaktivierungen und Streckenneubauten im Bereich Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd.

    Was lernen wir Koblenzer daraus: Nichts. Wir Koblenzer bezweifeln das man Bahn fährt! Wir sehen nicht die bestehende Infrastruktur Koblenz-Bassnehim und glauben nicht was Fachleute bei der Expertenanhörung im Stadtrat von der „Schönbuchbahn“ erzählen haben. Man glaubt Schienen kosten Geld und Straßen sind kostenlos. Gummi ist günstiger als Schiene! Die Planung ist nicht ein Skandal, das ist zum HEULEN.
    Und wenn sie nicht gestorben sind, bauen sie mehr und noch mehr Straßen…

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