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Mädchen und junge Frauen werden zu Nachwuchsprogrammierinnen

Ada-Lovelace-Projekt gründet vier Coding Hubs in Rheinland-Pfalz

Der Weg für den Digitalpakt Schule ist frei. Mit ihm erhalten die Schulen bundesweit neuere Computer, besseres Internet und digitale Lehrmethoden. Die digitale Bildung in Deutschland benötigt jedoch insgesamt ein Update, denn auch Schüler und Lehrkräfte benötigen stärkere Informatik-Kompetenzen.  Hier setzt das Ada-Lovelace-Projekt (ALP) an und  hat sich gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS zum Ziel gesetzt, Programmierfähigkeiten flächendeckend in Rheinland-Pfalz auszubauen.

Stephanie Justrie ist Projektleiterin am ALP-Standort Koblenz und hat die Kooperation mit dem Fraunhofer IAIS maßgeblich aufgebaut. Sie erklärt: „Hub bedeutet Knotenpunkt. Wir haben nun in den vier größten rheinland-pfälzischen Städten – Koblenz, Mainz, Kaiserslautern und Trier – vernetzte Lernorte geschaffen, in denen hunderte Kinder und Jugendliche landesweit in ihrer Freizeit ihre MINT-Kompetenzen ausbauen können. Außerdem sind wir bundesweit mit allen weiteren Coding Hubs vernetzt, deren gemeinsames Ziel die Förderung der digitalen Bildung in Deutschland ist.“

In sogenannten RobertaLabs, schulischen Arbeitsgemeinschaften oder außerschulischen Projekten erlernen die Teilnehmerinnen die kindgerechte, grafische Programmiersprache NEPO und können mit dieser den Mikrocontroller Calliope mini oder den EV3-Roboter von Lego Mindstorms programmieren. Von inszenierten Marsreisen, digitalen Klavieren bis hin zur Errichtung einer grünen Stadt bieten die praxisorientierten Kurse viel Raum für Kreativität und Selbermachen. Doch nicht nur die Schülerinnen profitieren. Gemeinsam mit dem Pädagogischen Landesinstitut hat das Ada-Lovelace-Projekt mittlerweile 10 Fortbildungen angeboten, in denen Programmierkenntnisse an knapp 100 Lehrkräfte vermittelt wurden. An allen Coding-Hub-Standorten werden zudem kontinuierlich Studierende – vor allem ALP-Mentorinnen – weiterqualifiziert, um die Kurse in den jeweiligen Hubs anbieten zu können.

 „Für uns war es von Anfang an wichtig, Kontakte mit kompetenten Partnern aus unterschiedlichen Bereichen zu knüpfen, um Freude und Selbstvertrauen in der Welt der Bits und Bytes zu wecken“, betont Thorsten Leimbach, Leiter der Roberta-Initiative am Fraunhofer IAIS. „Deshalb war es naheliegend, beim Ada-Lovelace-Projekt anzuklopfen. Nun lernen Mädchen und junge Frauen in Rheinland-Pfalz mit Roberta und Calliope mini, dass sie nicht nur das Zeug für den kompetenten Umgang mit neuen Medien haben, sondern dass sie darüber hinaus die Gestaltung ihrer digitalen Welt buchstäblich selbst in die Hand nehmen können.“

Dr. Birgit Förg Universität Koblenz-Landau – 08.03.2019

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