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Industrie spricht sich für Stärkung der Künstlichen Intelligenz in der Region Koblenz aus

Eine eindrucksvolle Runde innovativer Unternehmen hatte Professor Dr. Steffen Staab, Prodekan für Forschung des Fachbereichs Informatik und Träger des Akademiepreises 2018 des Landes an den Campus der Universität in Koblenz eingeladen, damit Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) auf die regionalen Unternehmen und die Gesellschaft gemeinsam diskutieren konnten.

Quer über alle Branchen hinweg sprachen Maschinenbauer und Unternehmen aus der Gesundheitsbranche mit Softwerkern, Startups und Logistikern. Die Vision der Künstlichen Intelligenz als eines Kollegen, der selber lernt, mit dem man zwar kein Bier trinken kann, der aber Abläufe beschleunigt und mit seinem Expertenwissen Schnellzüge überwacht, Unfälle im Straßenverkehr vermeidet und Fehlmedikation von Patienten verhindert, wurde einhellig begrüßt. Während Künstliche Intelligenz bereits jetzt unsere Kunststoffabfälle sortiert, fehlt in anderen Bereichen noch die Gewissheit, dass der neue Kollege keine oder zumindest fast keine Fehler macht.

Die Vertreter der Industrieunternehmen stellten fest, dass Künstliche Intelligenz das Potential habe, „unseren Innovationsvorsprung auszubauen sowie den Standort Koblenz zu stärken“. Hierfür müsste man industrielle Anwendungsexpertise mit breit gefächerter wissenschaftlicher Fachkompetenz zusammenbringen. Dies ließe sich nur durch einen deutlichen Ausbau der Informatik an der zukünftigen Universität Koblenz erreichen.

Groß war die Neugier darauf, wie die anderen Unternehmen aus der Region in der Kooperation mit der Universität und mit agilen Start-ups ihre Probleme mit künstlicher Intelligenz angehen. Als Ziel wurde eine weitergehende Kooperation von Unternehmen und Hochschulen definiert, die zusammen einen branchenübergreifenden Baukasten für Künstliche Intelligenz entwickeln sollten.

Auch Rahmenbedingungen wurden angesprochen. Man war sich einig, dass die Industrie auf Dauer nur dort bestehen könne, wo das entsprechende Personal vorhanden sei. Deswegen müsse Koblenz als zukunftsorientierter IT-Standort so weiterentwickelt werden, dass es im Wettbewerb um die klügsten Köpfe bestehen könne. Um Fachkräfte nach Koblenz zu holen, müsse der Standort einen leistungsfähigen Personennahverkehr, sowie einen wettbewerbsfähigen Breitband- und Mobilfunkausbau anbieten.

Professor Dr. Staab fasste die Erkenntnisse aus der Diskussion zusammen: „Wir haben einen Vorteil durch marktführende Unternehmen aus unserer Region. Wir müssen unsere KI-Forschung ausbauen und mit deren branchenspezifischen Wissen so verknüpfen, dass diese Marktführerschaft in Zukunft noch ausgebaut werden kann.“

Maria Hammes Universität Koblenz-Landau – 20.02.2019

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