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„Der Profit beflügelt“

Wohnen In Metternich wird am Rohrerpfad zurzeit ein Gebäude errichtet, das zu einem Ensemble von vier Gebäuden gehört. Allerdings herrscht dort ein Baustopp.

Ein Grund mehr für einen Beirat, der sich auch um anspruchsvolle Architektur, insbesondere in Eins-a-Lagen, kümmert. Was in Koblenz in den letzten Jahren gebaut worden ist, angefangen im Welterbebereich (Pfaffendorf, Emser Straße) bis hin zu gerade in der Fertigstellung und/oder Bauphase an anderen Uferbereichen befindlichen Objekten: Allesamt sind die Gebäude eine Ausgeburt der Maximierung des umbauten Raumes, sicherlich auch schlecht bezahlter Architekten und/oder völlig ohne Inspiration, obwohl in allen Projekten Millionenbeträge investiert oder verdient werden (weil Eigentumswohnungen verhökert werden). Es ist unerträglich, dass solche Projekte nicht von fachkundiger Seite beraten und von einem Beirat empfohlen werden. Lange Zeit hat eine rührige Bürgerinitiative am Rohrer Pfad die letzte Grünzone am Metternicher Moselufer von einer Bebauung freigehalten. Aber haarsträubende Gerichtsurteile und Genehmigungen der Verwaltung machen hier nun der Natur ein Ende. Schon die aktuelle Baustelle ist eine Gefahr für Leib und Leben – nicht nur der Bauarbeiter. Auch die Zu- und Abfahrt der Baufahrzeuge ist regelmäßig eine Verkehrsgefährdung. Wie sollen eigentlich die Entsorgungsfahrzeuge dort die Bewohner von ihrem Hausmüll in Zukunft befreien? Wen kann man in der Verwaltung dafür zur Verantwortung ziehen, wenn wirklich etwas Schlimmes passiert? Es ist zum Verzweifeln, wie der Profit hier beflügelt.

Christian Altmaier, Koblenz-Metternich

Rhein Zeitung – 05.10.2018

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