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Wege, ohne Abitur zu studieren

Informationsveranstaltung an der Universität in Koblenz gut besucht

Studieren ohne Abitur liegt im Trend. Bereits 57.000 Studierende haben aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation den Weg an Universitäten und Hochschulen gefunden. Bei der Veranstaltung „Studieren ohne Abi“ des Projektes „Ressourcen² – Studieren mit Berufserfahrung“ nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, mit beruflich qualifizierten Studierenden der Universität Koblenz-Landau ins Gespräch zu kommen und sie zu ihren Erfahrungen im Studienalltag zu befragen.

Thorsten Lewentz studiert im 6. Semester Pädagogik. Er erhielt durch seine Ausbildung zum Erzieher an einer Fachschule die Berechtigung für ein Universitätsstudium. „Von einem geregelten Berufsalltag ins Studium zu wechseln, war am Anfang schon eine Herausforderung. Meine Vorlesungen waren ganz unterschiedlich über die Woche verteilt. Mir half es aber, dass ich durch meine lange Berufstätigkeit sehr organisiert bin. So konnte ich auch meine Zeit besser einteilen. Mittlerweile stehe ich kurz vor dem Abschluss und bin froh, dass ich damals den Schritt gewagt habe,“ so Lewentz.

Corina Krohm, Lehramtsstudentin für die Fächer Pflege und Biologie, ergänzt: „Ich habe vorher als Krankenschwester im Schichtdienst gearbeitet, was sehr anstrengend war. Mein Studium kann ich richtig genießen, weil ich jetzt nochmal Zeit habe, etwas für mich zu tun und neue Dinge zu lernen.“ Die Master-Studentin ist Stipendiatin der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung und wird monatlich mit 735 € im Rahmen des Aufstiegsstipendiums unterstützt. Zu den Finanzierungsmöglichkeiten wie auch  über die verschiedenen Studienfächer der Universität Koblenz-Landau konnten sich die Besucher informieren und herausfinden, welche Studiengänge für sie wählbar sind. Die Koordinatorin des Förderprogrammes, Dr. Yvonne Flöck, und die Leiterin des Koblenzer Studierendensekretariates, Maria Scholten, gaben hier wertvolle Tipps zur Bewerbung um einen Studienplatz.

Ein Interessierter, der eine Ausbildung zum Wasserversorgungstechniker absolviert hat, wird im Anschluss auf die Beratung des Förderprogrammes zurückgreifen, um zu eruieren, welche Studienfächer auf Basis seiner Berufserfahrung infrage kommen. Er freut sich, nun einen Ansprechpartner zu haben, der hilft, das Passende zu finden. Beratung rund um Fragen zum Studium ohne Abitur bietet das Projekt „Ressourcen² – Studieren mit Berufserfahrung“. Nähere Informationen hierzu finden sich unter: https://www.uni-koblenz-landau.de/de/kompetenzzentrum/kernangebote-ksb/ressourcen

Dr. Birgit Förg Universität Koblenz-Landau – 12.09.2018

 

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