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„Der kritische Bürger wird in Koblenz als Gegner behandelt“

Ärger In der Straße „Im Metternicher Feld“ hat der Verkehr stark zugenommen – und es kommt immer wieder zu Problemen.

Ich bin seit vielen Jahren Mitglied im dort ansässigen Sportstudio und kann die Gefährlichkeit der Ausfahrt auf die Straße aus eigenem Erleben nur bestätigen. Insbesondere als Linksabbieger hat man kaum eine Chance, das Grundstück ohne kalkuliertes Risiko zu verlassen. Es sei denn, ein freundlicher Autofahrerkollege stoppt ab und lässt einen rausfahren. Das ist aber die absolute Ausnahme, da die schnurgerade und breite Straße zum flotten Fahren des bevorrechtigten Verkehrs verleitet. Ein Ausweichen in die Seitenstraßen zum Parken ist kaum möglich, da einige Speditionen den öffentlichen Verkehrsraum als erweiterte Gewerbefläche betrachten und mit Sattelschleppern komplett zustellen.

Das eigentliche Problem, das der Artikel zeigt (siehe hier), ist aber die generelle Einstellung der Stadtverwaltung gegenüber den Bürgern: Es ist alles in Ordnung, ein Handlungsbedarf besteht nicht, Verbesserungsvorschläge der Bürger sind nicht einmal prüfwürdig. Bestenfalls erhält man eine gönnerhafte Belehrung über die vermeintliche Rechtslage, bei der bestehende Ermessensspielräume ausgeblendet werden. Der Autofahrer soll einfach besser aufpassen, und schon gibt es kein Problem mehr. Diese Erfahrung mache ich mit der Stadtverwaltung in Koblenz seit Jahren zu verschiedenen Themen.

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass der kritische Bürger von bestimmten Stadtämtern als Gegner wahrgenommen und behandelt wird. Vielleicht findet der neue OB die Zeit, sich dieser Stadtämter anzunehmen und den handelnden Personen einen zeitgemäßen Umgang mit den Anliegen der Bürger zu vermitteln. Hoheitliche Statements mit dem Duktus des Absoluten sind schon lange nicht mehr zeitgemäß!

Joachim Kratz, Koblenz

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