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Beste Nachwuchsforscherin in Biologie kommt von der IGS

Zwei aufregende und spannende Tage beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ gehen für Julika Sandrieser aus der 9c der Integrierten Gesamtschule (IGS) Koblenz erfolgreich zu Ende.

Jetzt steht sie auf der Bühne eines großen, hochmodernen Saals beim Pharmakonzern Boehringer Ingelheim, dem Patenunternehmen für den Landeswettbewerb Rheinland-Pfalz und lauscht gespannt der Laudatio, die Landeswettbewerbsleiterin Dr. Ulrike Dittberner auf sie hält. In der Hand hält sie ihre Urkunde, der Beamer zeigt ein großformatiges Bild von ihr an ihrem Stand und der Bildunterschrift: „Landessiegerin im Fachgebiet Biologie: Julika Sandrieser“. Die Aufregung und Freude über diese große Anerkennung stehen ihr ins Gesicht geschrieben.

Rückblick: Mehrere Monate beschäftigte sich Julika im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ intensiv mit der Frage, wie sich Ameisen orientieren und wie sie zu ihrem Nest zurückfinden. Können sie Farben wahrnehmen? Spielt der Geruchssinn hierbei eine Rolle? Zu diesen Fragen plante Julika aufwendige Experimente mit Ameisen der Art Temnothorax nylanderi, die sie in einer Versuchskammer unterschiedlichen Bedingungen aussetzte.

Insgesamt führte sie 200 Versuche durch und protokollierte die beobachteten Verhaltensweisen exakt. Zur Überprüfung ihrer Ergebnisse führte sie sogar statistische Verfahren durch, wie sie Wissenschaftler auf der ganzen Welt ebenfalls nutzen, um die Aussagekraft ihrer Ergebnisse zu überprüfen. Die von ihr eigenständig verfasste 15-seitige Arbeit reichte sie beim Wettbewerb „Jugend experimentiert“ ein und wurde daraufhin im Februar eingeladen, ihre Arbeit beim Regionalentscheid in Koblenz vor einer Jury und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Trotz enormer Konkurrenz von anderen Schulen gelang es Julika, die Juroren von der Qualität ihrer Arbeit zu überzeugen und so wurde sie zum Landeswettbewerb in Ingelheim eingeladen, bei dem die Sieger aus den Regionalwettbewerben aus ganz Rheinland-Pfalz in den unterschiedlichen Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik zusammenkommen. Am 26. und 27. April fand der Landeswettbewerb in Ingelheim statt. Neben einem gelungenen Rahmenprogramm standen natürlich die Teilnehmer im Vordergrund, die Gelegenheit bekamen, ihre Forschungsarbeiten den anderen Teilnehmern und Betreuern aus ganz Rheinland-Pfalz, sowie der Presse und Öffentlichkeit vorzustellen.

Entscheidend für die Platzierung war es natürlich, die kritischen Juroren aus Universitäten, Industrie und Schulen von der eigenen Forschungsarbeit zu überzeugen. Die Konkurrenz war groß, schließlich waren hier nur die Erstplatzierten der Regionalwettbewerbe vertreten. Am Ende des zweiten Tages fand dann die feierliche Siegerehrung beim Patenunternehmen Boehringer Ingelheim statt. Die Teilnehmer wurden nach Fachgebieten geordnet auf die Bühne gerufen, wo jeder einzelne vorgestellt und die Arbeit gewürdigt wurde.

Mit jedem aufgerufenen Teilnehmer stieg die Spannung für die verbliebenen Teilnehmer, denn der erste Platz und damit der Landessieg, wurde zuletzt vergeben. Zwölf Arbeiten traten im Fachgebiet Biologie an, teilweise hatten mehrere Schüler gemeinsam in einer Gruppe geforscht. Es wurde immer einsamer um Julika Sandrieser, und als dann der zweite Platz in Biologie an ein Forschertandem aus Dahn ging, war klar, dass die Siegerin des Landeswettbewerbs von der IGS Koblenz kommt.

Die Jury lobte in der anschließenden Laudatio die Arbeit von Julika Sandrieser als hervorragend und außergewöhnlich für diese Altersgruppe. Durch die saubere und strukturierte wissenschaftliche Vorgehensweise ließen sich aus den von ihr ermittelten Daten wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse ableiten. Ihr Vorgehen entspreche sowohl bei der Datenerhebung als auch bei der Datenauswertung der guten wissenschaftlichen Praxis, wie sie auch von Forschungslaboren gefordert werde. Als Sonderpreis darf Julika Sandrieser sich nun über ein einwöchiges Programm des Verbands zur Förderung des MINT-Unterrichts im deutschen Museum in München freuen.

RZ Sonderausgabe Wir von hier – 18.05.2018

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