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Forschungsprojekt GazeMining

Universität Koblenz-Landau entwickelt die Zukunft des Eyetrackings und bittet um Mithilfe

Das Start-up EYEVIDO und das Institut WeST – Institute for Web Science and Technologies der Universität Koblenz-Landau werden in den nächsten zweieinhalb Jahren die Zukunft von Usability-Studien mit Eyetracking und Interaktionsanalyse erforschen. In ihrem gemeinsamen Forschungsprojekt GazeMining werden sie Lösungen entwickeln, die Eyetracking- und Maus-Analysen auf hoch-dynamischen Webseiten ermöglichen, vereinfachen und wirkungsvoller machen. So soll ein einfaches und effizientes Werkzeug zur Optimierung der Usability von Webseiten bereit gestellt werden.

Weltweit werden etwa eine Milliarde Webseiten betrieben. Eine gute Usability, also Nutzungsfreundlichkeit, ist von elementarer Bedeutung, um Kunden zufrieden zu stellen und auf dem Markt zu bestehen. Mit Hilfe von Usability-Tests wird die Nutzungsfreundlichkeit optimiert, indem Probanden unter Beobachtung Testaufgaben erledigen und Probleme bei der Bedienung deutlich werden.

Die schnell fortschreitende Entwicklung im Webdesign hin zu visuell immer komplexeren und dynamischeren Designs erfordert eine Weiterentwicklung existierender Konzepte des Usability-Testings. Die Aufzeichnung der Benutzerinteraktionen, Eyetracking-Daten und visuellen Inhalte wird immer anspruchsvoller. Die Auswertung für Experten immer aufwändiger. Ziel der Forscher ist, durch eine intuitiv zu bedienende Nutzeroberfläche und algorithmische Unterstützung bei der Auswertung die einfache Durchführung von Usability-Studien auf dynamischen Webinhalten einer breiten Benutzergruppe zu ermöglichen. Auch Nutzer mit geringem Vorwissen sollen die aufgezeichneten Daten auswerten können.

Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Programms KMU innovativ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und hat ein Gesamtbudget von einer Million Euro. Die Projektlaufzeit beträgt zweieinhalb Jahre. Mehrere namhafte assoziierte Partner unterstützen GazeMining inhaltlich durch Feedback und den prototypischen Einsatz der Lösung. Darunter sind die Markant AG, die größte Handels- und Dienstleistungskooperation im Lebensmittelhandel in Europa, die GfK als größtes deutsches Marktforschungsinstitut und die eresult GmbH als eine der führenden UX Dienstleister in Deutschland.

Im ersten Schritt ruft das Forscherteam Usability-Beauftrage zur Mithilfe auf. Es werden Anforderungen und Wünsche an das zu entwickelnde System gesammelt. Die so entstehenden Nutzungsanforderungen werden die Basis für die nachfolgende Entwicklung darstellen. Jeder Input ist willkommen! Wer sich beteiligen möchte, kann gerne über www.gazemining.de Kontakt aufnehmen.

Dr. Birgit Förg Universität Koblenz-Landau – 31.01.2018

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