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Neuer Bebauungsplan – neue Chancen – Bebauung mit Planung!

Ein Kommentar

  1. In der öffentlichen Bekanntmachung vom 23.11.2017 wird auf den neuen Entwurf zum Bebauungsplan Nr. 242 „Gewerbegebiet zwischen der B258, der Straße „Im Acker“ und der Bundesbahnstrecke Koblenz-Mayen“ 3. Änderung hingewiesen. Der Entwurf kann vom 08.12.2017 bis einschließlich 19.01.2018 eingesehen werden, in der Frist vorgebrachte Stellungnahmen haben Anspruch auf Prüfung. War die letzte Einsicht in den Sommerferien so wählt man jetzt die Weihnachtszeit. Nehmen wir unsere Bürgerpflichten wahr, es geht um unser schönes Metternich und der Gesetzgeber gibt uns die Möglichkeit der Mitsprache!
    Alternativ kann man den Bebauungsplan unter:
    https://www.koblenz.de/bauen_wohnen/bauleitplanverfahren.html
    schon mal ansehen.

    Im wesentlichen verändert sich die Bauhöhe.

    Vereinfacht werden einige Textpassagen aus der Textfassung des Bebauungsplans und aus der Begründung kopiert und kommentiert:

    1.1.1 „Ausnahmsweise kann“ …. die Bebauungshöhe von 16,5 m zugelassen werden“.
    Da stellt sich die Frage: Wer darf oder wer darf nicht? Wer entscheidet das? Wonach? Bei der Vorstellung im Sommer war das noch mit der Nutzung begründet und der optischen Wirkung. Man möchte keine Hochregallager … und angrenzende Bürogebäude zählen zur Halle. Das war im August Grund Einspruch einzulegen. Der Bebauungsplan muss für alle gelten! Dann alle 16,50m ohne Ausnahme und Einschränkung.
    1.1.2 und 1.1.3 „In besonderen Ausnahmefällen“… „darf die Höhe um zusätzlich 1 m überschritten werden“ und wenn es dann immer noch nicht reicht dann „darf 5% der Dachfläche …ausnahmsweise zugelassene Höhe nach Ziffer 1.1.1 und 1.1.2 bis max. 1,50 m überschreiten“. Das ergibt eine Höhe von ca. 19m. „Wenn zwingendes betriebliches Erfordernis“ dafür nachgewiesen wird!
    Für Bürogebäude gibt es keine betrieblichen Erfordernisse die diese Höhe zwingend notwendig machen. Bei einer Industrieanlage könnten Maschinen eine besondere Bauhöhe notwendig machen. Bei Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude, sowie Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke wie sie im Bebauungsplan aufgeführt werden, will man so hoch bauen weil man die Geschossfläche brauch aber dann gilt: entweder dürfen alle oder keiner.

    Die ortsansässigen Betriebe, an der „Rübenacher Straße“ (gleiches gilt für das „Im Metternicher Feld“), haben vor Jahren den „Wilden Westen“ von Metternich gewählt, um Nachbarschaftsstreitigkeiten aus dem Wege zu gehen. Das war politisch gewünscht. Jetzt entstehen Gesundheitszentren neben Speditions-Betrieben, KfZ-, Handwerk- und Gewerbebetrieben, das kann nicht klappen!

    „Verkehrserschließung. Im Zuge der 3. Änderung werden zunächst keine Umplanungen oder Neuausweisungen im bestehenden Erschließungssystem erforderlich.“ Es wird ausdrücklich auf die zu erwartende Entlastung durch den ersten Bauabschnitt der Nordtangente hingewiesen. Weitere Bauabschnitte werden nicht erwähnt oder terminiert. Sollte es zu Unfällen oder Stau kommen ist der Investor verpflichtet die Kosten für eine Signalanlage zu übernehmen. Wahrscheinlich wird es keine Entlastung durch die Nordtangente geben. Nicht in der Trierer Straße, Rübenacher Straße und auch nicht in der Aachener Straße. Neue Straßen induzieren mehr Verkehr, das ist allgemeine Erfahrung. Nordtangente Bauphase 1 verläuft parallel zur B9 – NORD-Süd – wird also die B9 entlasten. So wird die B9 oder das Verwaltungszentrum schneller erreicht. Die Trierer Straße, Rübenacher Straße und Aachener Straße verläuft Ost-West. Die Pendler aus dem Maifeld in die Stadt oder Verwaltungszentrum fahren die oben genannten Straßen. Da man aber schneller die B9 bzw. Verwaltungszentrum erreicht, kann man von mehr Verkehr auf den oben genannten Straßen ausgehen.
    Entlang der Rübenacher Straße und im Metternicher Feld sind weitere Großinvestitionen geplant die zu einer geänderten Nutzung führt. Das bringt mehr Verkehr – viel mehr Verkehr. Arbeitnehmer, Kunden und Besucher. Gibt es dazu eine Studie? Verkehrsentwicklung in Metternich wenn das Gebiet ausentwickelt ist. Eine Stadtbahn könnte die wesentliche Aufgabe übernehmen den ÖPNV zu verbessern, die Straßen zu entlasten und das Gewerbegebiet „Im Metternicher Feld“ und DLZ B9 zu erschließen. Die Bahntrasse Koblenz-Bassenheim soll aber entwidmet werden. Die Entwidmung erfolgt ohne Kosten-Nutzen-Analyse ohne Studie! Angeblich befindet sich die Bahnstrecke in einer nicht nutzbaren Randlage von Metternich. Da sollte man mal einen Verkehrsplaner fragen.

    Bebauungspläne dürfen nicht auf Zuruf von einflussreichen Koblenzer Bürgern erfolgen. Bebauungspläne müssen für alle diskriminierungsfrei gelten und langfristig wegweisend auf die Zukunft ausgerichtet sein. Das geht nicht in einem beschleunigten Verfahren unter Verzicht auf eine Umweltprüfung. Bestehende Gewerbetreibende, wie Uncool auch immer, haben die älteren Rechte. Die Stadt hat Planungsbedarf.

    Johannes Fuck Metternich

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