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AWO Metternich – Im Weserbergland schöne Momente erlebt

Von dem deutschen Aphoristiker und Stadtphilosophen Elmar Kupke stammt das Zitat: „Für den Deutschen beginnt der Urlaub erst dann, wenn er nachher so viel von ihm erzählen darf.“ Viel zu erzählen hat auch die Arbeiterwohlfahrt KoblenzMetternich nach ihrem Besuch im Weserbergland. Fünf Tage lang erkundeten die Teilnehmer das liebliche, abwechslungsreiche Mittelgebirge und schöne historische Städte.

Mit dem hoteleigenen Reisebus starteten wir Richtung Zielort Rinteln, einer Stadt im Weserbergland im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen. Bevor wir unser Reiseziel erreichten, machten wir zunächst Halt in Bad Salzuflen, der „Wohlfühlstadt“ am Fuße des Teutoburger Waldes. Weitläufige Parklandschaften, kostbar verzierte Bürgerhäuser der Weserrenaissance und eine lebendige Altstadt mit kleinen Boutiquen und Cafés luden zum Bummeln und Genießen ein.

Der erste Ausflugstag – ein echtes Kontrastprogramm zwischen Historie und Moderne. Bückeburg mit Schloss und Fürstlicher Hofreitschule, die Porta Westfalica mit dem kolossalen Denkmal Kaiser Wilhelm I. und schließlich das Weserstraßenkreuz Mittellandkanal/Weser bei Minden. Das – eher verschlafene – Städtchen Bückeburg wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts von Fürst Ernst zu Schaumburg zur Residenzstadt erhoben. Der Fürst gründete die Fürstliche Hofreitschule, ließ die Burg zu einem repräsentativen Schloss im Stil der Weserrenaissance ausbauen und verhalf der kleinen Stadt zu ungeahnter Blüte. Über die Porta Westfalica, dem Durchbruch der Weser zwischen Weserbergland und Wiehengebirge in die norddeutsche Tiefebene führte der Weg zur Schachtschleuse. Nach einer kurzen Fahrt auf der Weser erlebten wir die Schleusung auf dem Wasserstraßenkreuz Weser/Mittellandkanal, wobei 14 Meter Höhenunterschied überwunden wurden.

Der nächste Tag begann mit einer kurzen Fahrt nach Rinteln, der lebendigen Fachwerkstadt an der Weser. Wir hatten ausreichend Zeit, das architektonische Kleinod mitten im Naturpark Weserbergland zu entdecken und uns von der Pracht der WeserrenaissanceBauten verzaubern zu lassen. Nächstes Etappenziel war das Steinhuder Meer, mit seiner Fläche von 32 Quadratkilometern der größte Binnensee Nordwestdeutschlands. Eine schöne Promenade führt am Seeufer entlang. Die kleine Stadt Steinhude ist bekannt für ihre Aalräuchereien. In der Straße Neuer Winkel mit den urtümlich erhaltenen Häusern zeugt das Fischer- und Webermuseum vom Leben und Arbeiten der einfachen Leute in früherer Zeit. Den Abschluss dieses erlebnisreichen Tages bildete der Besuch der Schaumburg, einer Höhenburg im Gebiet der Stadt Rinteln im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen. Der Burgname, ehemals Schauenburg, beruht vermutlich auf dem weiten Ausblick in das Wesertal. Sie ist namensgebend für das Schaumburger Land, dessen Wahrzeichen die Burg seit dem 13. Jahrhundert darstellt.

Bei anfangs noch etwas trüben Wetter führte uns die Reise am vierten Tag in den Teutoburger Wald. Erste Station war das Wahrzeichen der Region, das Hermannsdenkmal. Es erinnert – 336 Meter über Detmold – an die „Schlacht im Teutoburger Wald“ des Cheruskerfürsten Arminius gegen die Römer im Jahre 9 nach Christus. Danach fuhren wir in das benachbarte Detmold, der ehemaligen Residenz der Fürsten zur Lippe. Die Kulturstadt am Teutoburger Wald ist mit rund 73 000 Einwohnern die größte Stadt im Kreis Lippe. Über 500 Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten prägen das – von den beiden Weltkriegen weitgehend verschonte – Stadtbild der historischen Altstadt Detmolds. Nach dem beschaulichen Aufenthalt in Detmold machten wir uns auf den Weg zu den nahegelegen „Externsteinen“. Die fünf Sandsteinfelsen wurden bei der Auffaltung des Gebirges senkrecht gestellt und in den vergangenen 65 Millionen Jahren durch Erosionskräfte freigelegt und geformt. Für einige sind sie ein mythischer Kraftort, für andere einfach ein sehr bemerkenswertes Naturdenkmal.

Am letzten Tag stand die Rattenfängerstadt Hameln auf dem Programm. Die mittelalterliche Sage wird touristisch klug vermarktet. Eine Stadtführerin brachte uns lebendig die stolze Geschichte der Stadt nahe. Im 16. Jahrhundert war Hameln Mitglied der Hanse. Die reiche Kaufmannschaft wetteiferte mit dem Landadel und errichtete prächtige Wohnhäuser. Die Altstadt von Hameln wurde zwischen 1969 und 1993 aufwendig saniert. Sie besticht durch eine Vielzahl an wunderprächtigen Sandstein- und Fachwerkbauten aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert.

Danach traten wir den Heimweg an. Im Gepäck haben wir viele schöne Erinnerungen und Momente. Voltaire stellte schon vor mehr als 250 Jahren fest: „So viel ist sicher: Reisen tut immer gut!“ Er hatte recht.

AWO Metternich – 08.09.2017
Foto AWO Metternich

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